Dr. Thomas Szekeres

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Der Protest ist noch leise, aber wirksam

22.11 - 

Der Ärztekonvent im Museumsquartier war eine überzeugende Demonstration der Solidarität der Ärzte. Es geht nicht an, dass im „stillen Kämmerchen“ Reformen, die nichts anderes als dramatische Kosteneinschnitte sind, beschlossen werden ohne uns zu informieren und zu involvieren. Es ist zynisch und arrogant von einer Politik, die zunehmend an Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit verliert, einfach über die Interessen der Betroffenen hinwegzufahren. Ich kann es nur mit Gedankenlosigkeit, Oberflächlichkeit, Beratungsresistenz und falschem Machtbewusstsein definieren. Allerdings: zahlreiche Denkmäler sind schon gestürzt, die Sockel sind immer geblieben.

Willkommen in der Zwei-Klassen-Medizin!

20.11 - 

Es ist nicht immer leicht, Patienten durch das komplexe und bürokratische Dickicht unseres Gesundheitssystems zu lotsen. Hilfen von außen gibt es dabei nicht viele. Und meist ist es die Ärzteschaft, die hier als erste Ansprechpartner dienen – und nicht nur bei rein medizinischen Fragen, sondern allzu oft auch hinsichtlich familiärer, beruflicher und sozialer Probleme.

Düstere Aussichten

19.11 - 

Die Sparmeister haben schon zugeschlagen. Das sollte auch den österreichischen Gesundheitsreformern und Ökonomen ins Stammbuch geschrieben werden. Laut OECD „Health at a Glance 2012“, erst vor wenigen Tagen veröffentlicht, sind die Gesundheitsausgaben pro Kopf und ihr Anteil am BIP 2010 erstmals zurückgegangen: Und das in Zeiten von sinkenden oder maximal leicht steigendem BIPs.

Ein Volk der Raucher, Trinker, Übergewichtigen?

19.11 - 

„Health at a Glance 2012“ ist nicht unbedingt ein Glanzstück für uns Österreicher. Zwar gibt der Staat seit Jahren konstant etwa 9% des BIP für Gesundheit aus (weitere 2% werden aus privaten Mitteln bezahlt) und liegt damit deutlich über den Durchschnitt der 27 EU-Länder, dafür sind wir aber äußerst zurückhaltend, wenn es um die Prävention geht: lediglich 1,8% der gesamten Gesundheitsausgaben fließen in Prävention. In Finnland sind es beispielsweise 5,4%, in der Slowakei immerhin 5,3% und in Deutschland 3,2%, fast das Doppelte. Und auch das ist zu wenig, meint die OECD zurecht.